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Hundekrankenversicherung

Ratgeber, Tipps und aktuelle Testergebnisse 2019 zur Hundekrankenversicherung
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Das Wichtigste in Kürze

  • Um sich vor (unvorhersehbaren) Tierarztkosten zu schützen, haben Hundehalter die Möglichkeit, eine Hundekrankenversicherung abzuschließen.
  • Die Hundekrankenversicherung übernimmt u. a. die Kosten für Operationen, ambulante und stationäre Behandlungen und Vorsorgemaßnahmen wie Wurmkuren und Impfungen.
  • Die Kosten der Hundekrankenversicherung sind abhängig von Rasse, Größe und Alter des Hundes.
  • Der Krankenversicherungsschutz für einen zweijährigen Schäferhund liegen je nach Anbieter zwischen 30 und 50 Euro pro Monat.
  • Im Test der Tierkrankenversicherungen werden Agila, Allianz und Uelzener wegen besonderer Fairness mit “sehr gut” bewertet (Service Value, 2018).

Hundekrankenversicherung – Schutz für Hund und Halter

Hundekrankenversicherung

Wenn Hunde im Straßenverkehr verunfallen oder beim Spaziergang im Wald einen Giftköder fressen, folgt der Besuch beim Tierarzt. Oft entstehen durch solche Vorfälle unerwartete und vor allem hohe Kosten für den Hundehalter, die nicht jeder auf der Stelle bezahlen kann. Um dem Hund in solchen Notfallsituationen dennoch die bestmögliche medizinische Versorgung gewährleisten zu können, haben Hundebesitzer die Möglichkeit eine Hundekrankenversicherung abzuschließen.


Zwei Arten der Hundekrankenversicherung

Hundehalter haben die Wahl zwischen der Hunde-OP-Versicherung und der Krankenvollversicherung (Hundekrankenversicherung). Bevor die Leistungen aus einer der beiden Versicherungen in Anspruch genommen werden können, gelten in der Regel Wartezeiten von mehreren Monaten.

Die Hunde-OP-Versicherung ist deutlich günstiger als die Hundekrankenversicherung. Allerdings ist auch der Leistungsumfang entsprechend geringer. Die Versicherung übernimmt ausschließlich die Kosten, die im Zusammenhang mit einer medizinisch notwendigen Operation entstehen.

Die Leistungen der Hundekrankenversicherung sind hingegen sehr umfangreich und decken je nach Tarif alle Krankheitskosten des Tieres ab. Dafür sind auch die Beiträge höher.

Kranken-Vollversicherung für Hunde

Wer seinem Hund einen Rundumschutz bieten will, wählt die Hundekrankenversicherung. Das Leistungsspektrum dieser Hundeversicherung ist um ein vielfaches größer, als bei einer reinen OP-Versicherung.

Hier sind neben Operationen auch reguläre, ambulante Behandlungen abgedeckt. Außerdem werden die Kosten für Medikamente und Verbandsmaterial übernommen. Viele Hundekrankenversicherungen beinhalten zudem auch die Kostenübernahme oder Bezuschussung von Vorsorgemaßnahmen wie beispielsweise Impfungen und Wurmkuren.

Die Leistungen der Hundekrankenversicherung

Die Hundekrankenversicherung übernimmt die Kosten für:

  • Operationen
  • Stationäre und ambulante Behandlungen
  • Nachbehandlung
  • Stationäre Aufenthalte
  • Medikamente
  • Verbandsmaterial
  • Diagnostik (z. B. Blutabnahme, EKG, Röntgenbilder)
  • Therapie bei körperlichen Einschränkungen
  • Vorsorgemaßnahmen (z. B. Impfungen, Wurmkuren)
  • Homöopathie (tarifabhängig)
  • Medizin. notwendige Kastration/Sterilisation

Versicherte entscheiden selbst, zu welchem Tierarzt sie gehen (freie Tierarztwahl) und können sich auch im Ausland auf den Versicherungsschutz verlassen. Die Dauer des Auslandschutzes liegt je nach Anbieter zwischen wenigen Monaten und mehreren Jahren.


OP-Versicherung für Hunde – eine Alternative?

Es ist keine Seltenheit, dass sich Hunde beim Toben oder im Straßenverkehr verletzen. Im schlimmsten Fall zieht sich das Tier durch den Unfall Knochenbrüche und andere innere Verletzungen zu, die dringend von einem Tierarzt behandelt oder gar operiert werden müssen.

Die Tierarztkosten für den chirurgisch Eingriff und die benötigten Medikamente liegen häufig im vierstelligen Bereich und nicht jeder Tierbesitzer ist imstande, diese unvorhergesehenen Kosten aus eigener Tasche zu begleichen. Eine OP-Versicherung für Hunde garantiert die Kostenübernahme für große und kleine Operationen. Außerdem werden auch die Kosten für die Unterbringung und Nachbehandlung in Tierarztpraxis oder -klinik übernommen sowie alle bei der Operation anfallenden Medikamente, Infusionen, Narkosemittel und das Verbandsmaterial.

Die Höhe der Kostenübernehme wird durch die Versicherer jedoch häufig auf einen jährlichen Maximalbetrag begrenzt.


Kosten der Hundekrankenversicherung

Die Kosten für die Hundekrankenversicherung werden anhand verschiedener Kriterien bestimmt. Die Hauptfaktoren sind dabei

  • Hunderasse
  • Größe des Hundes
  • Alter des Hundes
  • Gesundheitszustand und Vorerkrankungen

Alle Angaben zu Hund und Hundehalter sollten wahrheitsgemäß erfolgen, um spätere Unstimmigkeiten bei der Leistungsgewährung zu vermeiden. Anhand der gelieferten Daten berechnet der Versicherer die Kosten der Hundekrankenversicherung.

Häufig verlangen Versicherer einen Beitragszuschlag, wenn der Hund nicht durch einen Chip oder eine Tätowierung gekennzeichnet ist.

Kostenbeispiel Labrador

Beispielrechnung für einen 4-jährigen Labrador

  • Hundehalter: 40 Jahre, angestellt
  • Hund: Labrador
  • Alter des Hundes: 4
  • Gesundheitszustand: keine Vorerkrankungen
  • Chip vorhanden
  • Abrechnungshöhe: bis 3-facher GOT-Satz (GOT: Gebührenordnung für Tierärzte)

Jahreshöchstleistung: bis 3.000 Euro

AnbieterKosten pro Monat
Petplan30 Euro
Helvetia40 Euro
Agila44 Euro

Jahreshöchstleistung: unbegrenzt

AnbieterKosten pro Monat
Petplannicht im Angebot
Helvetia54 Euro (mit 20 % Selbstbehalt)
Agila66 Euro (ohne Selbstbehalt)

Bei der Hundekrankenversicherung liegt die Entscheidung für oder gegen eine Selbstbeteiligung oft nicht beim Versicherten. Denn viele Versicherer verlangen in allen Tarifen eine Selbstbeteiligung von 20 Prozent, da sie generell nur 80 Prozent der Kosten übernehmen.

Mit Selbstbeteiligung muss der Hundebesitzer immer einen Teil der Arztkosten selbst tragen, wenn er die Versicherung in Anspruch nimmt.

Experten-Tipp:

Beitragskosten sparen

Der monatliche Beitrag zur Hundekrankenversicherung lässt sich durch ein paar kleine Maßnahmen verringern, ohne die Leistungen stark einzuschränken.

So sparen Sie bei der Hundekrankenversicherung:

  • Jährliche Zahlweise
  • Längere Vertragslaufzeit
  • Mehrere Verträge beim gleichen Versicherer abschließen.

Halter, die mehrere Hunde haben, sollten diese beim gleichen Unternehmen versichern. Viele Versicherer bieten Rabatte, wenn zwei oder mehr Hunde bei ihnen versichert werden. Auch wenn noch eine Hundehaftpflichtversicherung benötigt wird, lohnt es sich zu prüfen, ob diese beim gleichen Anbieter abgeschlossen werden kann.


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Darauf sollten Sie beim Abschluss achten

Abrechnung bis 3 fachen GOT-Satz

Die Hundekrankenversicherung sollte Tierarztkosten bis zum dreifachen Satz der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) übernehmen. Die Gebührenordnung für Tierärzte legt fest, welche Kosten Tierärzte für ihre Behandlungen und Untersuchungen abrechnen dürfen. Je nach Zeitaufwand und Schwierigkeitsgrad berechnen sie den ein- bis dreifachen Gebührensatz. Bei komplizierten Operationen und Behandlungen sowie bei Notbehandlungen wird meist der dreifache GOT-Satz angesetzt.

Jahreshöchstleistung/Leistungsgrenze

Viele Versicherer legen eine Jahreshöchstleistung bzw. Leistungsgrenze fest. Diese gibt an, welchen Betrag die Versicherung maximal im Verlauf eines Versicherungsjahres übernimmt. Achten Sie darauf, dass die Grenze nicht zu niedrig ist, sonst bleiben Sie am Ende trotz Versicherungsschutz auf hohen Kosten sitzen. Es gibt auch Anbieter, die auf die Begrenzung der Versicherungssumme verzichten.

Ausschlüsse rassespezifischer Erkrankungen

Einige Hunderassen leiden besonders häufig an bestimmten Krankheiten bzw. Beschwerden (z. B. Kurzatmigkeit beim Mops, Blutohr bei Hunden mit Schlappohren). Einige Versicherer schließen solche Krankheiten bei den entsprechenden Hunderassen aus. Achten Sie beim Vergleich von Hundekrankenversicherungen darauf, dass Ihr Hund nicht von solchen Ausschlüssen betroffen ist oder lassen Sie sich von unserem Fachmann für Hundekrankenversicherungen beraten.

Altersgrenzen

Hunde können meist nur in einem bestimmten Alter mit einer Hundekrankenversicherung abgesichert werden. Die Fristen sind je nach Versicherungsunternehmen sehr unterschiedlich. Üblich ist, dass Hunde erst ab einem Alter von sechs bis acht Wochen versichert werden können. Sind die Hunde älter als sieben Jahre, werden sie ebenfalls von vielen Versicherungen nicht mehr aufgenommen. Ab einem Alter von fünf ist darüber hinaus, mit Beitragszuschlägen zu rechnen.


Hundekrankenversicherung im Vergleich

Die Hundekrankenversicherung ist im Vergleich zu Hunde-OP-Versicherung sehr viel teurer, bietet aber auch mehr Leistungen. Daher ist die Frage für welche Versicherung sich Hundehalter entscheiden, meist vor allem eine Kostenfrage. Denn nicht jeder kann sich die Krankenvollversicherung für Hunde leisten.

Wer sich jedoch für die Hundekrankenversicherung entscheidet, sollte neben den Kosten auch die Leistungen im Blick haben. Denn eine Versicherung mit vielen Ausschlüssen und niedriger Leistungsgrenze, führt dazu, dass der Versicherte am Ende auf dem Großteil der Kosten sitzen bleibt – trotz Krankenversicherung.


Tierkrankenversicherung im Test 2018

Die Beratungs- und Analysegesellschaft Service Value hat nachgefragt, als wie fair Versicherte ihre Tierkrankenversicherung bewerten würden. Knapp 1.000 Versicherungskunden haben ihren Anbieter in den Bereichen Leistungen, Kundenberatung, Service, Kundenkommunikation, Preis-Leistungs-Verhältnis und Leistungsabwicklung bewertet.

Drei Anbieter erzielten besonders gute Ergebnisse und werden mit “sehr gut” bewertet (Quelle).

Die fairsten Tierkrankenversicherer 2018


Ist eine Hundekrankenversicherung sinnvoll?

Genau wie Menschen können auch Hunde an mehr oder weniger schweren Krankheiten leiden, sich verletzen oder verunfallen. Da Hunde meist ein festes Familienmitglied sind, sollten sie als solches auch entsprechend abgesichert sein. Damit ihnen im Ernstfall die beste medizinische Versorgung zuteil werden kann.

Mit dem Abschluss einer Hundekrankenversicherung sichert man nicht nur seinen Hund ab, sondern auch sich selbst, damit das Wohl des Hundes im Notfall nicht vom eigenen Geldbeutel abhängt.


Häufige Hundekrankheiten

Einige Krankheiten sehen Hundebesitzer ihrem vierbeinigen Gefährten sofort an, andere dagegen werden nur vom Tierarzt entdeckt. Aus diesem Grund ist es wichtig, sich als Tierhalter finanziell gegen plötzliche Tierarztkosten mit einer Hundekrankenversicherung abzusichern.

Überblick über häufige Krankheiten, deren Behandlung und die damit verbundenen Kosten

KrankheitBehandlungKosten (Schätzwert)
Allergie (z. B. Futtermittelallergie)Desensibilisierung1.000 Euro
Diabetesspezielles Futter und Medikamente100 Euro/Monat
HüftdysplasieOperation und/oder Laufhilfe1.500 Euro
Parasiten (z. B. Flöhe, Bandwurm)Wurmkur, Impfung80 Euro/Jahr
MagendrehungOperation1.800 Euro
TumorOperation800 Euro
KreuzbandrissOperation1.500 Euro
OhrenentzündungMedikamente400 Euro

Hundehaftpflicht als zusätzlicher Schutz

Die Gesundheit des Hundes ist die eine wichtige Sache, die versichert werden sollte. Eine andere, ebenfalls wichtige Sache sind Personen- und Sachschäden, die der Hund an Dritten durch einen Hundebiss anrichten kann. In diesen Fällen haftet der Hundehalter mit seinem Vermögen. Schadenskosten, besonders für Personenschäden, können sehr leicht ein großes Loch in die Haushaltskasse reißen, da sie nicht von der normalen Haftpflichtversicherung abgedeckt sind.

Es empfiehlt sich deshalb dringend für Hundehalter eine eigenständige Hundehaftpflichtversicherung abzuschließen, um sich vor immensen Kosten zu schützen. In einigen Bundesländern ist bereits der Abschluss einer Hundehaftpflichtversicherung Pflicht. Durch einen Vergleich finden Hundebesitzer den passenden Tarif.

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