Hundehaftpflichtversicherung für Kampfhunde

Der Begriff Kampfhund meint Hunde, denen eine überdurchschnittliche Aggressivität unterstellt wird. An die Haltung von Kampfhunden sind in Deutschland besondere Auflagen gebunden. In fast allen Bundesländern sind die Halter von Kampfhunden außerdem dazu verpflichtet, eine Hundehaftpflichtversicherung für Kampfhunde abzuschließen.

Klassifizierung von Kampfhunden

Hundehaftpflichtversicherung KampfhundeDie meisten Bundesländer nutzen sogenannte Rasselisten. Auf diesen Listen stehen die Hunderassen, deren Haltung in dem jeweiligen Bundesland verboten bzw. an besondere Bedingungen geknüpft ist. Bayern und Berlin haben deutschlandweit die strengsten Hundegesetze. Im Gegensatz dazu, verzichten Niedersachsen und Schleswig-Holstein, als bisher einzige Bundesländer komplett auf den Einsatz von Rasselisten.

Das fortschrittliche Hundegesetz in Niedersachsen

Bereits 2011 trat, das als fortschrittlich gelobte „Niedersächsische Gesetz über das Halten von Hunden“ in Kraft. 2016 zog Schleswig-Holstein nach.
Das niedersächsische Hundegesetz nimmt vor allem den Hundehalter in die Verantwortung und verzichtet auf Rasselisten. Wer einen Hund halten möchte (egal welche Hunderasse), muss in Niedersachsen einen so genannten „Hundeführerschein“ machen. außerdem ist der Abschluss einer Hundehaftpflichtversicherung und die Kennzeichnung des Hundes (ab einem Alter von sechs Monaten) mit einem Transponder Pflicht.

Damit gilt in Niedersachsen kein Hund allein aufgrund seiner Rasse als gefährlich. Erst wenn der Behörde ein Hinweis auf eine gesteigert Aggressivität vorliegt, erfolgt eine Prüfung anhand eines so genannten Wesenstests.

Hundehaftpflichtversicherung mit Listenhund

Die Hundehaftpflichtversicherung ist für jeden Hundehalter eine sinnvolle Absicherung. Einige Bundesländer haben aus diesem Grund eine Hundehaftpflichtversicherung Pflicht eingeführt, die unabhängig von der Hunderasse gilt. Doch für die Halter von Kampfhunden bzw. Listenhunden besteht, abgesehen von Mecklenburg-Vorpommern, in allen Bundesländern die Pflicht eine Hundehaftpflichtversicherung für ihren Vierbeiner abzuschließen. Viele Bundesländer legen zusätzlich fest, wie hoch die Versicherungssummen für Personen- und Sachschäden sein müssen.

Hundehaftpflichtversicherung Kampfhund – Anbieter

Nicht alle Anbieter versichern Kampfhunde. Viele Hundehaftpflichtversicherungen schließen bestimmte Hunderassen vom Versicherungsschutz aus. Damit sinkt die Auswahl für die Hundebesitzer. Hinzu kommt, dass die Versicherungsbeiträge für Kampfhunde meist um einiges höher sind, als für „ungefährliche“ Hunderassen. Weniger Auswahl, höhere Kosten, da sollte wenigstens der Umfang der Leistungen stimmen. Aus diesem Grund sollten gerade Besitzer von „gefährlichen“ Hunderassen einen Versicherungsvergleich durchführen und sich an einen kompetenten Versicherungsmakler wenden, um einen passenden Tarif mit optimalen Preis-Leistungs-Verhältnis zu finden.

Auswahl an Anbietern, die Kampfhunde versichern

Agila Hundehaftpflichtversicherung

Die Agila zählt zu den wenigen Anbietern, die alle Hunderassen versichert. Hinzu kommt, dass die Agila Hundehaftpflicht auch preislich keinen Unterschied macht. Das heißt, egal welche Rasse der zu versichernde Hund hat, der monatliche Beitrag ist der gleiche.

AXA Hundehaftpflichtversicherung

Die AXA zählt zu den Versicherern, die auch als gefährlich eingestufte Hunderassen versichert. Hinsichtlich der Kosten gibt es jedoch deutliche Unterschiede. Hundebesitzer von Kampfhunden müssen bei der AXA tiefer in die Tasche greifen als Halter von ungefährlichen Hunden.

HanseMerkur Hundehaftpflichtversicherung

Die HanseMerkur unterscheidet ihre Hundehaftpflichttarife preislich durch die Höhe der Deckungssumme und die Rasse, des zu versichernden Hundes. Besitzer von gefährlichen Hunden müssen für den Versicherungsschutz rund dreimal so viel zahlen, wie Besitzer ungefährlicher Hunde.

Hundehaftpflichtversicherung Kampfhund

Besitzer von Kampfhunden müssen deutlich mehr Auflagen erfüllen als Besitzer anderer Hunderassen. Auch wenn die Gesetzgeber langsam umdenken und inzwischen zwei Bundesländer Hundehaftpflichtregelungen der Bundesländer) auf sogenannte Rasselisten verzichten, ist das nicht in allen Bereichen der Fall. Viele Anbieter von Hundehaftpflichtversicherungen schrecken ganz davor zurück Kampfhunde zu versichern und die meisten anderen Versicherer verlangen höhere Beiträge. Hundeliebhaber, die sich für eine „gefährliche“ Hunderasse entscheiden, sollten sich in jedem Fall von einem Fachmann beraten lassen, bevor sie eine Hundehaftpflichtversicherung abschließen.