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Hundesteuer und Hundehaftpflicht in Baden-Württemberg

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In Baden-Württemberg gibt es keine generelle Pflicht, eine Hundehaftpflichtversicherung für seinen Vierbeiner abzuschließen. Nur Besitzer von Kampfhunden müssen eine Haftpflicht nachweisen. Alle anderen Hundehalter können die Absicherung freiwillig vornehmen. Steuern müssen allerdings auch in Baden-Württemberg alle Hundebesitzer zahlen. Die Höhe der Steuer wird von der jeweiligen Gemeinde festgelegt, in der der Hund gemeldet ist.

Hundesteuer in Baden-Württemberg

Ob und in welcher Höhe eine Hundesteuer erhoben wird, entscheidet die jeweilige Gemeinde. Die meisten Gemeinden staffeln die Steuersätze. Das heißt, sobald man mehr als einen Hund hält oder einen Kampfhund besitzt, werden höhere Steuern fällig. Die Steuer für einen Hund (kein gefährlicher Hund) liegt in Baden-Württemberg zwischen 35 und 144 Euro.

Hundesteuer in Stuttgart

In Stuttgart werden gefährliche Hunde gesondert besteuert. Dazu zählen Hunde, die eine gesteigerte Aggressivität aufweisen und Vierbeiner, der folgenden Rassen, sowie deren Kreuzungen: American Staffordshire Terrier, Bordeaux Dogge, Bullmastiff, Bullterrier, Dogo Argentino, Fila Brasileiro, Mastiff, Mastino Espanol, Mastino Napoletano, Pit Bull Terrier, Staffordshire Bullterrier, Tosa Inu.

  • 108 Euro für den ersten Hund
  • 216 Euro für jeden weiteren Hund
  • 612 Euro für gefährliche Hunde
  • 216 Euro für Zwinger (für bis zu 5 Hunde)

Hunde in Stuttgart

In Stuttgart gibt es keinen generellen Leinenzwang. Allerdings existieren eine Reihe von Vorschriften, die Hundehalter im Stadtgebiet Stuttgarts einhalten müssen (Auszug):

Hunden ist es nicht gestattet, ohne Aufsichtsperson frei herumzulaufen. Landwirtschaftliche Flächen dürfen in der Zeit von März bis Oktober nicht betreten werden. Von öffentlichen Liegewiesen, Spielplätzen, Schulhöfen und Ähnlichem müssen Hunde ferngehalten werden. In einer Reihe von Bereichen des Stadtgebietes müssen sie an der kurzen Leine (1,5 Meter) geführt werden. Das gilt unter anderem für öffentliche Anlagen, Fußgängerzonen, auf dem öffentlichen Weg „Neckardamm“ und bei Menschenansammlungen.

Hundesteuer in Heidelberg

  • 108 Euro für den ersten Hund
  • 216 Euro für jeden weiteren Hund
  • 60 Euro für Zwinger

In Heidelberg werden alle Hunde, unabhängig von ihrer Rasse, gleich besteuert.

Hunde in Heidelberg

Innerhalb der im Zusammenhang bebauten Ortsteile sind Hunde, auf Straßen und Gehwegen, an der Leine zu führen. Im Fußgängerbereich der Altstadt müssen sie an kurzer Leine bei Fuß zu geführt werden. In öffentlichen Anlagen ist es nur in ausdrücklich freigegebenen Flächen gestattet, die Vierbeiner ohne Leine laufen zu lassen und auf Kinderspielsplätzen und Liegewiesen sind sie verboten.

Hundesteuer in Ravensburg

  • 90 Euro für den ersten Hund
  • 180 Euro jeder weitere Hund
  • 480 Euro für den ersten Kampfhund
  • 960 Euro jeder weitere Kampfhund
  • 270 Euro Zwingersteuer (bis zu 5 Hunde)

Hunde in Ravensburg

Informationen zu Hundehaltung und Leinenpflicht in Ravensburg erhalten sie im zuständigen Ordnungsamt der Stadt.

Hat Görwihl ab 2019 die höchste Hundesteuer Deutschlands?

Die höchste Hundesteuer Deutschlands wird ab 2019 womöglich in Görwihl, einer baden-württembergischen Gemeinde erhoben. Zum 01. Januar 2019 soll die Hundesteuer für den Ersthund von 100 Euro auf 200 Euro angehoben werden. Für jeden weitere Hund werden wie bisher 200 Euro veranschlagt.

Im Mitteilungsblatt der Gemeinde Görwihl wird die Erhöhung damit begründet, dass u. a. eine Steuervereinfachung erreicht werden soll. Laut Südkurier sammeln Bürger der Gemeinde Unterschriften gegen diese Erhöhung.

Hundehaftpflichtversicherung in Baden-Württemberg

Es gibt in Baden-Württemberg keine allgemeine Pflicht für Hundehalter, eine Hundehaftpflichtversicherung abzuschließen. Ausgenommen davon sind Kampfhunde. Ihre Besitzer müssen nachweisen, dass sie eine „Besondere Haftpflichtversicherung“ abgeschlossen haben. Der Nachweis ist im Rahmen der Erlaubnisbeantragung zu erbringen. In dem Bundesland ist die Erlaubnis für die Haltung eines Kampfhundes nötig, sobald der betreffende Hund mindestens 6 Monate alt ist.

Haltung eines Kampfhundes – Erlaubnis beantragen

Erforderliche Unterlagen

  • Führungszeugnis
  • Sachkundebescheinigung für Kampfhundehalter (nach bestandener Sachkundeprüfung)
  • Nachweis über das berechtigte Interesse an der Haltung eines gefährlichen Hundes (Die einzelnen Gemeinde- und Stadtverwaltungen entscheiden nach ihrem Ermessen darüber, wie der Nachweis zu führen ist und ob er erbracht wurde.)
  • Nachweis der besonderen Hundehaftpflichtversicherungen

Hinweis: Erkundigen Sie sich vorab bei der zuständigen Stelle, ob Sie weitere Unterlagen vorlegen müssen.

Kosten

Verhaltensprüfung: 165 Euro
Die jeweilige Gemeinde kann weitere Gebühren erheben.

Kosten einer Hundehaftpflichtversicherung

Eine Tierhalterhaftpflicht ist nicht teuer. Die monatlichen Kosten für eine Hundehaftpflicht liegen zwischen 5 und 10 Euro pro Monat. Sollte der eigene Hund allerdings einen Personenschaden verursachen, können schnell Schadensersatzansprüche in Höhe mehrerer Tausend Euro geltend gemacht werden. Solche Kosten übernimmt die Hundehaftpflichtversicherung. Aus diesem Grund ist einer Tierhalterhaftpflicht durchaus eine sinnvolle Versicherung – nicht nur für Kampfhunde. Auch wenn die Haftpflicht nicht zwingend vorgeschrieben ist, lohnt sich ein Vergleich der verschiedenen Angebote.

Die exemplarische Kostenaufstellung zeigt, dass eine Tierhalterhaftpflichtversicherung nur einen minimalen Teil der monatlich anfallenden Kosten ausmacht. Hundehalter sollten auf Nummer sicher gehen und lieber 6 Euro im Monat ausgeben, um im Schadensfall nicht in existenzielle Probleme zu geraten.


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Maulkorbpflicht und Leinenzwang in Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg besteht für Kampfhunde und gefährliche Hunde ein genereller Maulkorb- und Leinenzwang in der Öffentlichkeit. Drei Hunderassen werden hier grundsätzlich als besonders gefährlich eingestuft und gelten damit, nach der Polizeiverordnung, als Kampfhunde.

American Staffordshire Terrier, Bullterrier und Pit Bull Terrier.
Besitzer dieser Hunderassen können allerdings durch eine Prüfung widerlegen, dass ihr Hund im besonderen Maße aggressiv ist. Dies muss durch einen, im öffentlichen Dienst beschäftigten, Tierarzt und einen Polizeihundeführer bestätigt werden. Darüber hinaus, müssen gefährliche Hunde, unabhängig von ihrer Rasse, so gehalten werden, dass von ihnen keine Gefahr für Menschen oder andere Tiere ausgeht. Als gefährlich gelten in Baden-Württemberg Hunde, die „bissig sind, in aggressiver oder gefahrdrohender Weise Menschen oder Tiere anspringen oder zum unkontrollierten Hetzen und Reißen von anderen Tieren neigen.“


Höhe der Hundesteuer in anderen Bundesländern

BundeslandErster HundZweiter HundWeitere Hunde
Bayern 100 Euro 100 Euro 100 Euro
Hessen 96 Euro 96 Euro 96 Euro
Saarland 120 Euro 168 Euro

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